Freitag, 03.04.2026

Wiesbaden startet inklusives Kunstprojekt touched by art mit Tandems, Auktion und Ausstellung

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Mit einer Auftaktveranstaltung im Rathaus hat die Landeshauptstadt Wiesbaden am 1. April das inklusive Kunstprojekt touched by art offiziell begonnen. Die Initiative setzt auf die Zusammenarbeit von Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Beeinträchtigung. Die Ergebnisse sollen im Sommer gezeigt und teils versteigert werden, die Erlöse zur Förderung weiterer inklusiver Kulturformate genutzt werden.

Projektstart und Zielsetzung

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende eröffnete die Veranstaltung und lobte das Engagement der beteiligten Institutionen und Sponsoren. Der Hauptträger des Projekts ist die EVIM Teilhabe gGmbH. Die Stadt beschreibt das Vorhaben als langfristigen Impulsgeber für eine inklusive Kulturentwicklung. Ziel ist es, Netzwerke zwischen Kunst und Teilhabe aufzubauen und dauerhafte Strukturen für kulturelle Beteiligung zu schaffen.

Die Initiative hat bereits im Vorfeld Aufmerksamkeit erzielt. Als Botschafter für mehr Sichtbarkeit von Kunstschaffenden mit Behinderungen werden unter anderem Udo Lindenberg, Yayoi Kusama und Gerhard Richter genannt. Die Kommune betont, dass das Projekt neben künstlerischer Arbeit auch Begegnungsräume schaffen soll, die Inklusion praktisch erlebbar machen.

Arbeitsphase und beteiligte Künstler

Kern des Projekts sind zehn Tandems, jeweils bestehend aus einer oder einem Künstlerin oder Künstler ohne Beeinträchtigung und einer oder einem Künstlerin oder Künstler mit Beeinträchtigung. Die Tandems arbeiten über zwei Abschnitte von jeweils vier Wochen im April und im Mai in barrierefreien Ateliers im Palasthotel. Zu den beteiligten Kunstschaffenden zählen unter anderem Marion Eichmann, René Dantes, Katrin Kampmann, Helge Leiberg, Eva Ohlow, Thomas Reifferscheid, Renata Tumarova, Silvia Willkens, Miriam Vlaming und Susanne Zuehlke.

Die Künstlerinnen und Künstler mit Beeinträchtigung werden von mehreren Trägern der Eingliederungshilfe begleitet, darunter EVIM, IFB Stiftung, Facettenwerk, Vitos, Werkgemeinschaft und Eigenart die Kunstwerker. Ergänzt wird das Projekt durch ein Tandem im Bereich Musik und Literatur. Der künstlerische Prozess wird von Beginn an filmisch dokumentiert.

Präsentation, Auktion und Ausstellungsplan

Als begleitende Veranstaltung wird der Film Zeppelin oben rechts am Mittwoch, 13. Mai, um 17.30 Uhr im Caligari Kino Wiesbaden gezeigt. An dem Filmgespräch nimmt unter anderem Andreas Winkel, Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, teil. Die dokumentarische Begleitung soll Einblicke in die kreativen Prozesse und die persönlichen Begegnungen liefern.

Ein Höhepunkt ist die Präsentation und Versteigerung der entstandenen Werke am Donnerstag, 25. Juni, im Museum Reinhard Ernst. Die Auktion erfolgt in Kooperation mit dem Auktionshaus Christie’s. Die Einnahmen aus der Versteigerung sind für die nachhaltige Förderung inklusiver Kunstprojekte in Wiesbaden vorgesehen. Anschließend werden die Arbeiten in einer vierwöchigen Ausstellung im Bellevue Saal gezeigt. Die Ausstellung läuft vom 17. Juli bis zum 23. August, die Eröffnung ist am 17. Juli um 19 Uhr.

Die Kommune betont die Hoffnung, dass das Projekt viele Menschen erreicht und das Thema Inklusion kulturell und gesellschaftlich stärker verankert. Die kommunale Inklusionsbeauftragte Andrea Hausy hat die Idee zu touched by art angestoßen und sieht in der Initiative einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft.

Wesentliche Termine im Überblick: offizieller Projektauftakt am 1. April, Arbeitsphasen im April und im Mai, Filmvorführung am 13. Mai, Auktion am 25. Juni sowie die Ausstellung vom 17. Juli bis zum 23. August.

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