Samstag, 07.03.2026

Wiesbadener Kita bekommt 1000 Euro für Ausbau des MINT Labors

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Die städtische Kindertagesstätte Europaviertel in Wiesbaden hat am 5. März eine Spende in Höhe von 1.000 Euro entgegengenommen. Der Betrag stammt von der netorium AG und soll zur qualitativen Weiterentwicklung der vorhandenen Holz und Töpferwerkstatt zu einem MINT Labor verwendet werden. Bei der Übergabe waren Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher, Vertreterinnen und Vertreter der Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege, Mitglieder des Fördervereins sowie die stellvertretende Kitaleitung und Mitarbeitende des Unternehmens anwesend.

Spende, Kampagne und zusätzliche Ausstattung

Die Zuwendung resultiert aus der netorium Aktion We love MINT. Über den LinkedIn Kanal des Unternehmens wurden Interaktionen gesammelt; daraus entstanden 680 Euro, die netorium auf 1.000 Euro aufstockte. Ergänzend stellte Moravia Consulting spontan einen Cubetto Lernroboter aus Holz zur Verfügung. Der spielerische Roboter ermöglicht Kindern ab drei Jahren einen Einstieg in informatische Grundkonzepte ohne Bildschirm.

Peter Frantz, Vorstand der netorium AG, betonte, dass das Unternehmen seine Begeisterung für Technik teilen wolle und deshalb bewusst MINT Projekte fördere. Friederike Herrmann aus dem Marketingteam beschrieb die Kampagne als Herzenssache, die Interesse an Naturwissenschaften und Technologien fördere und auf unterschiedlichen Wegen kommuniziert werden könne.

MINT Alltag in der Kita Europaviertel

Die Kita Europaviertel legt seit mehreren Jahren einen Schwerpunkt auf MINT Bildung. In der Einrichtung werden 147 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in sieben Gruppen betreut, 29 Mitarbeitende begleiten den Alltag. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist das Freinet Konzept, das Lernen an Alltagssituationen anknüpfen lässt. Kinder beobachten, experimentieren, stellen Fragen und entwickeln Lösungen.

Seit 2014 läuft in Kooperation mit Martin Hezel das Projekt Der Rote Koffer, das handwerkliche Tätigkeiten wie Sägen oder Hämmern mit frühen informatischen Angeboten verbindet. Regelmäßig gehören Projekte wie ein Parkour für die Logo Maus, eigene Toniboxen oder Experimente mit Elektronik zum Alltag. 2020 wurde die Einrichtung erstmals als Haus, in dem Kinder forschen zertifiziert; zwei weitere Zertifizierungen folgten.

Ausbau, Vernetzung und nächste Schritte

Die finanzielle Unterstützung ist für die modulare Umgestaltung des bestehenden Werkstattbereichs vorgesehen. Ziel ist, den Raum stärker auf forschendes Lernen auszurichten und Kindern mehr Möglichkeiten zu geben, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen eigenständig zu erkunden. Perspektivisch sollen Materialien auch anderen Einrichtungen zugänglich gemacht werden, sodass das Angebot über die einzelne Kita hinauswirkt.

Die Maßnahme steht in Zusammenhang mit der Netzwerkpartnerschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der Stiftung Kinder forschen. Seit Januar 2025 ist die Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege Teil des regionalen Netzwerks Wer? WI? Was? Kinder forschen in und um Wiesbaden. Über dieses Netzwerk können pädagogische Fachkräfte Fortbildungen erhalten und Einrichtungen Zertifizierungen anstreben. Nach der Spendenübergabe sollen die konkreten Planungsschritte für das modulare MINT Labor festgelegt und die neuen Angebote schrittweise in den Kita Alltag integriert werden.

Weitere Informationen zur Einrichtung sind auf der Webseite der Stadt Wiesbaden verfügbar.

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