Montag, 09.03.2026

Frühlingsmarkt belebt ehemaliges SportScheck Gebäude in Wiesbaden

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://taunus-anzeiger.de
Nah dran am Taunus – nah dran am Leben.

Vom 6. März bis zum 4. April wird das leerstehende Gebäude des ehemaligen SportScheck in der Langgasse 5 bis 9 für einen Monat als Frühlingsmarkt genutzt. Das städtische Citymanagement organisiert die Zwischennutzung in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklungsgesellschaft und weiteren Partnern. Der Markt ist montags bis samstags jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet und knüpft an eine erste Pop up Veranstaltung an, die bereits im Dezember als Adventsmarkt stattgefunden hatte.

Markt, Standort und Ausgestaltung

Die Fläche im vorderen Erdgeschoss wurde für den Frühlingsmarkt weiter geöffnet. Durch den Abriss einer früheren Schaufensterrückwand entstand eine breite Fensterfront, die den Markt zur Fußgängerzone hin sichtbarer macht. Insgesamt beteiligen sich 32 Händlerinnen und Händler sowie zehn Winzer aus dem Rheingau. In der an die Fensterfront verlegten Vinothek können Besucherinnen und Besucher Weine verkosten und kaufen. Ergänzt wird das Angebot durch regionale Waren, frühlingshafte Dekorationen und eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken. Im Außenbereich werden Sitzgelegenheiten aufgestellt, um die Verbindung zum öffentlichen Raum zu stärken.

Programm und Aktionen

Neben Verkäufen sind Mitmachangebote und Kultur vorgesehen. Der Frühlingsmarkt nimmt am Ostermarkt von 20. bis 22. März teil, an dem es auch einen verkaufsoffenen Sonntag am 22. März gibt. Wöchentlich wiederkehrende Angebote sind After Work Veranstaltungen an Donnerstagen bis 22 Uhr mit Ausnahme des Gründonnerstags am 2. April sowie offene Weinproben freitags von 17 bis 19 Uhr.

Zusätzlich sind Workshops und Aktionen für Kinder und Erwachsene geplant. Beispiele sind Aquarellkurse am 7. und 22. März, Keramikkurse an mehreren Terminen und ein Textildruckangebot am 14. März. Für Familien gibt es Bastelaktionen und kostenloses Kinderschminken am 28. März. Besucherinnen und Besucher können den Markt in einer kurzen Umfrage bewerten und Anregungen zur Weiterentwicklung des Formats einreichen.

Zweck der Zwischennutzung und Ausblick

Die Stadtverwaltung sieht die Zwischennutzung als Instrument, um Leerstand zu aktivieren und die Innenstadt zu beleben. Bürgermeisterin Christiane Hinninger betonte, der Markt setze ein Zeichen für eine lebendige Wiesbadener Innenstadt und zeige das Potenzial der Immobilie. Baudezernent Andreas Kowol wies darauf hin, dass solche Formate Start ups und jungen Unternehmen die Möglichkeit geben, Konzepte zu testen, und dass zugleich Gebäude erlebbar bleiben, bis eine dauerhafte Nutzung gefunden ist.

Citymanager Jens Ackermann verwies auf die Erfahrung aus dem Adventsmarkt, der demnach gut angenommen wurde und positiv zur Belebung der Umgebung beigetragen hat. Nach dem Frühlingsmarkt sind bereits weitere Zwischennutzungen geplant. Nach einer Umbauphase sollen von Mai bis Ende Oktober Projekte im Rahmen der World Design Capital in mehreren Stationen in dem Gebäude präsentiert werden. Die Erkenntnisse aus den Pop up Formaten sollen Hinweise liefern, wie die Immobilie langfristig genutzt werden kann.

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles